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EM-Karten als Bestechung?

publiziert: 
Die Presse, 2008
Datum: 
3. Mai 2008

EM-Tickets sind auch bei Unternehmen begehrt, um Geschäftsfreunde einzuladen. Fast 80.000 VIP-Pakete wurden verkauft. Allerdings kann das heikle rechtliche Folgen haben. Wer bis zu 8.000 Euro für ein VIP-Package ausgibt, erwartet sich dafür zumindest eine bessere Geschäftsbeziehung. Um die Kosten als Betriebsausgabe absetzen zu können, wird geraten, VIP-Packages "gezielt einzusetzen", um einen neuen Kunden oder Auftrag an Land zu ziehen.

Dabei sollten Gastgeber und Gast aber gewissen Regeln folgen. Passiert dies nicht, könnte die nette Einladung als Bestechung sogar strafbar sein. Die Anti-Korruptionsbestimmungen wurden nämlich mit 1.1.2008 wesentlich verschärft. Nun ist auch die Bestechung von Mitarbeitern privater Unternehmen generell strafbar. Dafür ist allerdings die Absicht notwendig, den Empfänger zu einem pflichtwidrigen Verhalten bezüglich einer konkreten Rechtshandlung zu verleiten. Ist die Einladung also mit dem Hinweis verbunden, beim Auftrag XY doch "die Reihung der Bestbieter zu überdenken", wäre das eindeutig strafbar. Ob es auch beweisbar ist, ist eine andere Frage.

Jedenfalls größte Vorsicht geboten ist bei der Einladung von leitenden Angestellten öffentlicher Unternehmen. Diese sind nämlich "Amtsträger" und Geschenke an sie auch ohne pflichtwidrige Handlung strafbar.

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