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Neuregelung bei der Grunderwerbsteuer

Autorin: Martina Znidaric

Da der Verfassungsgerichtshof § 6 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) aufgehoben hat, muss das Gesetz bis 1.6.2014 reformiert werden. Andernfalls würde in Zukunft generell der Verkehrswert die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer bilden.

Am 29.4.2014 passierte die Regierungsvorlage für ein Gesetz, mit dem das Grunderwerbsteuergesetz geändert wird, den Ministerrat und wurde der parlamentarischen Behandlung zugewiesen. Demnach wird bei Erwerbsvorgängen im Familienkreis – unabhängig davon, ob sie entgeltlich oder unentgeltlich sind – als Bemessungsgrundlage der dreifache Einheitswert, höchstens jedoch 30 % des gemeinen Wertes der Liegenschaft, herangezogen. Der Kreis der begünstigten Personen wird weiter gefasst sein als bisher und deckt sich mit der Regelung des Gerichtsgebührengesetzes.

Bei Vereinigung aller Anteile einer Gesellschaft in einer Hand wird ebenfalls die begünstigte Bemessungsgrundlage zur Anwendung gelangen. Werden Liegenschaften allerdings an eine Privatstiftung zugewendet, wird es teurer. Ab 1.6.2014 wird der Verkehrswert die Bemessungsgrundlage bilden. Die Gesetzwerdung bleibt freilich abzuwarten.

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